nova-Institut GmbH 6. November 2018

Alternative Proteine in aller Munde

Die Gewinner des ersten „Future Protein Award“: Ein Insektenriegel, Proteine aus CO2 und Hanfprotein – Wegweiser in die Zukunft für den Konsumenten von heute

Es war ein Experiment, welches am 1. und 2. Oktober im Kölner Maritim Hotel stattfand. Weltweit erstmalig brachte das nova-Institut sämtliche Innovationsfelder einer zukünftigen Lebensmittel- und Biomasseproduktion an einem Ort zusammen. Das neue Konzept der REFAB-Konferenz ging auf: Referenten und Teilnehmer nahmen das neue Konzept sehr positiv an: „Ich war sehr beeindruckt von der Vielfalt der auf der Konferenz behandelten Themen. Ich weiß nicht, ob ich je ein so umfangreiches Programm gesehen habe!“, so Referent Matt Ball, vom amerikanischen The Good Food Institute. Gerade der Grenzen überschreitende Austausch („out of the box“) wurde von den Teilnehmern als höchst bereichernd empfunden: Pflanzenanbau auf dem Mars, Precision Farming, Roboter, Drohnen und Künstliche Intelligenz (KI), alternative Proteinquellen, Biostimulanzien, Aqua- und Marikultur, Vertical Farming, Bio- und Kleinbauern, neue Lebensmitteladditive und natürliche Aromen aus Bioraffinerien waren nur einige der dargebotenen Themen.

Die renommierten Experten konnten auf der REFAB einen Überblick über die schnell voranschreitenden Hightech-Strategien gewinnen, ganz neue Netzwerke aufbauen und bestehende erweitern. Neben Start-ups, Wissenschaftlern und Verbänden waren auch zahlreiche Weltkonzerne vertreten: BASF, Bayer, Borregaard, Cargill, CLAAS, DSM, ESA, Evonik, Microsoft, Osram, Lenzing und TATA.

Wer hätte vor wenigen Jahren gedacht, dass Microsoft 50 Millionen Dollar in Künstliche Intelligenz für Beobachtung und Vermessung der Erde investiert und dass hierbei, wie auf der Konferenz vorgestellt, die Landwirtschaft eine ganz zentrale Rolle einnehmen wird? Mit dem gemeinsamen Ziel, den Welthunger zu bekämpfen und die Landwirtschaft nachhaltiger zu machen, arbeiten Weltkonzerne wie Microsoft, TATA, BASF, Bayer und CLAAS in den Bereichen Precision Farming, Digitalisierung und KI eng zusammen. Indische Wissenschaftler sehen schon bald Agrarroboter, die in Indien gerade auch den Kleinbauern bei schweren Arbeiten unter extremen Bedingungen helfen. Evonik präsentierte tier- und umweltgerechte Lösungen für Hühnerställe auf Basis von Sensoren und Probiotika. Und endlich ist das Wissen da, wie man mit Humusmanagement und Biostimulanzien degradierte Agrarböden wiederbelebt und Pflanzen in ihren Abwehrkräften gegen Angriffe stärkt. Die neuen Technologien ermöglichen es, den Konflikt zwischen industrieller Landwirtschaft und Zerstörung der Ackerböden zu überwinden. Beispiele aus Europa, Japan und China zeigten, wie „Urban and Vertical Farming“ schon bald die Metropolen mit Salat und Gemüse versorgen wird – und dies sogar mit mehr Mikronährstoffen als vom Acker.


Mehr unter: http://news.bio-based.eu/alternative-proteine-in-aller-munde/

nova-Institut GmbH wurde als privates und unabhängiges Institut im Jahr 1994 gegründet und ist im Chemiepark Knapsack in Hürth, Teil des... [mehr]